FREIGEDACHT

Der Unberechenbare

31. Mai 2017
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„If you want a guarantee, buy a toaster.“

Dieser berühmte Satz fällt im Film „Rookie – Der Anfänger“ (The Rookie, 1990). Gesprochen von einer der Hauptrollen. Gespielt von keinem Geringeren als Clint Eastwood. Ein Satz, der den Verlauf Eastwoods öffentlichen Lebens womöglich präziser beschreibt, als es je in einer Analyse seiner Persönlichkeit gelingen wird. Garantien darf man sich bei dem vierfachen Oscar-Preisträger nicht erwarten. Obwohl er in der Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen und als Schauspieler als äußerst zuverlässig gilt, ist es die Unberechenbarkeit, die sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht.

Zu oft wird nur oberflächlich über ihn berichtet, nur seine aktuellen Aussagen betrachtet. Wer diese verstehen will, braucht Kontext. Wer ist dieser Mensch, der seit Jahrzehnten begeistert, aufregt und irritiert? Wie denkt er? Was macht ihn aus? Ist er der alte, unbelehrbare Republikaner, als der er oft dargestellt wird? Ich nahm mir viel Zeit, um genauer hinzusehen und zwischen den Zeilen zu lesen. Heraus kam der Versuch, die Stringenz im Leben einer vielschichtigen Jahrhundertfigur zu zeigen.

VOM RAUEN WESTERNHELDEN ZUM EMPFINDSAMEN REGISSEUR
Seit Jahrzehnten gilt Clint Eastwood als einer der personifizierten Western-Haudegen der westlichen Filmkultur. Dieses Genre ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Man musste die harten, kantigen Charakterzüge der von ihm verkörperten Protagonisten nicht erst im Film kreieren. Setzte man Eastwood ins Bild, brauchte es nicht viel mehr.

Berühmt geworden in den Italo-Western Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, wurde er als Schauspieler in diese Rolle hineingeboren. Von den Western „Für eine Handvoll Dollar“ (Per un pugno di dollari, 1964) und „Für ein paar Dollar mehr“ (Per qualche dollaro in più, 1965), über „Zwei glorreiche Halunken“ (Il Buono, il brutto, il cattivo, 1966) und „Hängt ihn höher“ (Hang ‚Em High, 1968), bis hin zur Kriminalfilmreihe von „Dirty Harry“ (1971) zu „Der Todesspiegel“ (The Dead Pool, 1988), mit der Eastwood der internationale Durchbruch gelang, verkörperte er die harten Kerle, die Halunken, die Raubeine. „Most people who’ll remember me, if at all, will remember me as an action guy, which is OK. There’s nothing wrong with that. But there will be a certain group which will remember me for the other films, the ones where I took a few chances. At least, I like to think so.“

Erst in den 1990er Jahren wurde er filmisch risikobereit und begann dabei eine andere Seite an sich zu entdecken. Eine Seite, an der er auch das Kino- und Fernsehpublikum teilhaben ließ, und dieses mit seinem Wandel überraschte. Clint Eastwood passte nicht mehr in die Schublade, in die ihn Generationen von Kritikern bis dahin steckten. Im Alter von 62 Jahren zog er mit „Erbarmungslos“ (Unforgiven, 1992) einen Schlussstrich unter seine Western-Karriere. Im letzten seiner Western spielt er einen ehemaligen Kopfgeldjäger, der sein Geld nunmehr als  Schweinezüchter verdient und seine Kinder nach dem Tod seiner Frau alleine großzieht. Aufgrund der ausgebrochenen Schweinepest auf seiner Farm und der daraus resultierenden finanziellen Sorgen,  nimmt er noch einen letzten Auftrag an, verlässt die Farm samt Kindern für 14 Wochen und macht sich mit seinem ehemaligen Partner und einem kurzsichtigen, jungen und schießwütigen Maulhelden für ein ausgeschriebenes Kopfgeld von 1.000 Dollar auf die Suche nach zwei Viehtreibern.

Wie als wäre es ein Augenzwinkern an den Kinobesucher, es sei jetzt genug mit der Schießerei,  trennt sich Eastwood mit bitterer Ironie von seiner Paraderolle. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters scheint es Zeit zu werden, sich mit Tiefsinnigerem zu beschäftigen.

Tiefsinniger wurde es drei Jahre später mit „Die Brücken am Fluß“ (The Bridges of Madison County, 1995). Ein Film, mit Meryl Streep und ihm in den Hauptrollen, in dem der Wandel vom rauen Westernhelden zum nachdenklichen, empfindsamen Regisseur seinen Höhepunkt hatte. Er selbst führte bei diesem Drama, das als „romantischste“ aller seiner Arbeiten gilt, Regie. Die von ihm eastwoodesk ausgefüllte Rolle war zwar eine tragende und wieder im Klischee seiner bisherigen Rollen, mit der im Film behandelten Geschichte wagte sich Eastwood allerdings auf ganz neues Terrain. Der Zuschauer begleitet zwei erwachsene Geschwister, die in den Tagebüchern ihrer kürzlich verstorbenen Mutter lesen und darin von einer bisher ihnen nicht bekannten Affäre derselben erfahren. In einer feurigen und einfühlsamen Liebesgeschichte, die den Zuseher nachdenklich und auch mit Verständnis für beide Protagonisten zurücklässt, wird  einem ein Einblick ins Leben von Francesca Johnson gewährt, die als Hausfrau auf einem kleinen Gut im US-Bundesstaat Iowa lebt und sich in den zufällig vorbeikommenden National-Geographic-Fotografen Robert Kincaid verliebt. Dieser soll die naheliegende Roseman Bridge fotografieren. Alles, während ihr Mann und ihre Kinder für ein paar Tage außer  Haus sind.

Eastwood spielt darin einerseits den freiheitsliebenden, einsamen Fotografen mit Parallelen zu den von ihm bisher verkörperten Rollen. Andererseits führte er Regie und wagte sich somit an ein Drama, das dem roten Faden seiner rauen, kämpferischen und kantigen Filmvergangenheit nicht folgt.

Als der damals 65-Jährige an „Die Brücken am Fluss“ arbeitete, schien er von seinem Wandel nicht sonderlich begeistert gewesen zu sein. „This romantic stuff is really tough. I can’t wait to get back to shooting and killing.“ Der Romantik in seinen Filmen schwor er ab, die Gewalt fand wieder Einzug, empfindsam blieb er. Auch in den folgenden Filmen wie „Million Dollar Baby“ (2004), „Gran Torino“ (2008), „American Sniper“ (2014) oder „Sully“ (2016) bewies Eastwood, dass es ihm gelingt, in die Ebene der Gefühle einzudringen, die in den meisten Western eher marginal behandelt wurde.

ZURÜCK ZUM PONCHO?
Ob es je ein Western-Comeback mit Eastwood geben wird, obwohl er mit „Erbarmungslos“ 1992 nach seinen eigenen Worten „den Western beerdigen“ wollte? Seit seiner Aussage am 70. Filmfestival von Cannes public domainist selbst das nicht mehr unmöglich. „When I read the script, I always thought that this would be a good last Western for me to do. And it was the last Western, because I have never read one that worked as well as this one since that.“  25 Jahre nach dem vierfach Oscar-prämierten Film scheint Eastwood für eine Rückbesinnung auf seine filmischen Wurzeln durchaus offen zu sein. „But who knows, maybe something will come up in the future.“

SÄNGER, PIANIST, KOMPONIST
Für viele ist Clint Eastwood nach wie vor der Cowboy, der ohne große Worte und beinahe regungslos seine Gegner zur Strecke bringt, um danach mit seinem Pferd in den Sonnenuntergang zu reiten oder auch der Polizeiinspektor Harry Callahan auf unkonventioneller Verbrecherjagd. Dass diese Vorstellung nicht im Geringsten dem umfangreichen Charakter des Schauspielers gerecht wird, zeigen auch seine anderen musischen Tätigkeiten. Neben dem Schauspiel und der Regie beweist er sich immer wieder als Pianist und Komponist für die Musik seiner eigenen Filme. So unter anderem bei dem von ihm verfilmten Drama „Mystic River“ (2003) mit Sean Penn in der Hauptrolle. Oder auch bei „Grace is Gone“ (2007) unter der Regie von James C. Strouse, für den er im selben Jahr den australischen Satellite Award für den „Best Original Song“ verliehen bekam.

Die Musik begleitet den geborenen Kalifornier schon sein Leben lang. Der Jazz, der für ihn nach eigenen Aussagen neben dem Western zu den einzigen originären amerikanischen Kulturformen zählt, hat es ihm besonders angetan. Obwohl er als Musiker selbst nie kommerziell erfolgreich war, produzierte er bereits 1959 das Album „Cowboy Favorites“ als Ragtime Pianist. Für seinen Film „Honkytonk Man“ (1982) sang er selbst das Titellied.

VON EISENHOWER BIS HOMO-EHE
Ein Querschnitt seines politischen Lebens zeigt, obwohl es auf den ersten Blick so anmuten könnte, dass sich auch in diesem Bereich keine eindeutige Kategorie für Eastwood finden lässt. Bereits 1952 wurde er als Wähler bei den Vorwahlen der Republikanischen Partei registriert. Einer seiner Beweggründe war der damalige Präsidentschaftskandidat Eisenhower. „The reason I became a Republican is because Dwight D. Eisenhower was running. A hero from World War II, a charismatic individual, a military man, a non-attorney – even then I liked that! I was a very young person voting for the first time.“ 1968 und 1972 unterstütze er – wenn auch ohne öffentliche Auftritte – Richard Nixon im US-Präsidentschaftswahlkampf. Später kritisierte er Nixon wegen seines Verhaltens im Vietnam Krieg und der Watergate-Affäre. 1988 spielte George H. W. Bush mit dem Gedanken, Clint Eastwood zu seinem Vize-Präsidenten zu machen.

clinteastwoodreaganSeine seit Jahrzehnten währende Popularität nutzte der kantige Mime immer wieder um Politiker der Republikanischen Partei zu unterstützen. Darunter auch die Präsidentschaftskandidaturen von Ronald Reagan, John McCain und Mitt Romney. 2003 war er wiederum Unterstützer des demokratischen Gouverneurs Gray Davis in Kalifornien, für den er ein Spendendinner ausrichtete. 2009 sagte Eastwood, er war ein registrierter  Wähler der Libertarian Party.

Doch wer hier schon die Rechnung verlangt, hat diese ohne Clint Eastwood gemacht. Eine konsequente politische Handlungsweise lässt sich bei der  personifizierten Antithese zur Hollywood-Mentalität tatsächlich nicht finden. Er war und ist stets gegen die Beteiligung der USA an überseeischen Kriegen wie in Korea, Vietnam, Irak und Afghanistan. Er äußerte sich zur Homo-Ehe mit „From a libertarian point of view you would say, ‚Yeah? So what?‘ You have to believe in total equality. People should be able to be what they want to be and do what they want – as long as they’re not harming people.“ Er fordert das Recht auf Abtreibung und trat nachdrücklich für den Schutz der Umwelt ein. So setzte er sich als Vize-Vorsitzender der California State Park and Recreation Commission, 2001 ernannt durch den kalifornischen Gouverneur Gray Davis (Demokrat) und 2004 wiederernannt durch dessen Nachfolger Arnold Schwarzenegger (Republikaner), erfolgreich gegen den Bau des 26 Kilometer langen Ausbaues  der California State Route 241 ein.

Er selbst beschreibt seine politische Einstellung als „nicht konservativ, aber auch nicht ultra-links“. Es sei die „libertäre Sichtweise“, mit der er sich am ehesten identifizieren kann. Für ihn sei es wichtig, „jeden in Ruhe zu lassen“. Schon als Kind habe er sich über Leute geärgert, die allen erzählen wollten, wie sie zu leben hätten.

1986 machte Eastwood selbst einen Ausflug in die konkrete Politik und wurde mit 72% der abgegebenen Stimmen in seiner Heimatgemeinde Carmel by the Sea im US-Bundesstaat Kalifornien zum unparteiischen Bürgermeister gewählt. Nach seiner Wahl rief ihn der damalige US-Präsident und ehemalige Schauspieler Ronald Reagan an und witzelte in Anspielung auf Eastwoods Rolle in „Der Mann aus San Fernando“ (Every Which Way But Loose, 1978): „What’s an actor who once appeared with a monkey in a movie doing in politics?“ Das Bürgermeisteramt hatte er von 1988 bis zum Ende der Amtszeit inne.

Eastwood scheint sein politisches Handeln den aktuellen Gegebenheiten anzupassen und keiner starren Ideologie zu folgen. Dies aber nicht in einer opportunistischen Form, sondern als Querdenker, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum er als einer der prominentesten Kritiker der sogenannten Political Correctness gilt, die ausgerechnet in den USA ihren Ursprung hat. Dass er auch Donald Trump unterstützt, überraschte sogar langjährige Beobachter.

„EASTWOOD FÜR TRUMP“
Der medialen Vereinfachung geschuldet könnte man zu diesem Schluss kommen. Wenn man sich allerdings ein wenig einliest und recherchiert, lässt sich die Ursache finden.  Der verbale Minimalist sprach keine Unterstützung für Donald Trump aus, von der fälschlicherweise einige Medien, in Sensationsgier ertränkt, berichteten. Er meinte, er würde Trump Clinton bevorzugen, weil diese „in die Fußstapfen Obamas treten will“. Dem amerikanischen Fernsehmoderator AJ Calloway gegenüber erklärte er sich folgendermaßen: „I haven’t supported anybody, really. I have stayed out of it.“.

Auch wenn Eastwood Trump nicht unterstützte, was verleitet ihn zur Äußerung, er würde Clinton Trump bevorzugen? Er weiß selbst ob seines Einflusses und der daraus resultierenden Verantwortung gut Bescheid. „It takes tremendous discipline to control the influence, the power you have over other people’s lives“. Was Clint Eastwood mit seiner in diesem Statement dargebotenen Präferenz zum Ausdruck bringen wollte, ist wahrscheinlich nicht mehr als Gesellschaftskritik. Wenn man seinen Worten weiter folgt, zeigt sich, was ich meine.

„PUSSY GENERATION“
Mit „We’re really in a pussy generation“ wird Eastwood 2016 im Männermagazin „Esquire“ zitiert. Hier spricht er die Vertreter einer Generation an, die vor „politischer Korrektheit“ nur mehr auf „Eierschalen laufen“.  Über Trump äußerte er sich weiter: „He’s said a lot of dumb things. So have all of them. Both sides. But everybody – the press and everybody’s going, ‘Oh, well, that’s racist’, and they’re making a big hoodoo out of it. Just fucking get over it. It’s a sad time in history.“

Die Auswirkungen dieser sogenannten „Pussy-Generation“ spürte Eastwood erst vor ein paar Jahren selbst bei einem seiner Projekte. Ein Berater wollte ihm von „Gran Torino“ (2008) abraten. Ein Film, in dem Eastwood einen polnisch-stämmigen rassistischen Kriegsveteranen und ehemaligen Ford-Mitarbeiter in einer Detroiter Vorstadtsiedlung spielte und selbst Regie führte. Das Drehbuch sei politisch inkorrekt. Eastwood las es über Nacht und reagierte unbeeindruckt: „We’re starting this immediately.“ Als Regisseur lieferte er damit eine weitaus differenziertere Arbeit, als ihm zuvor zugetraut wurde.

Der Film brachte großteils positive Kritiken ein. So unter anderem vom deutschen Journalisten, Film- und Theaterkritiker Henryk Goldberg: „Es ist in der Tat, als ziehe der 78-jährige die Summe aller seiner Filme, als wolle er sagen, es müsse einmal Schluss sein mit der Gewalt. Natürlich ist das auch ein Spiel, natürlich schreibt Eastwood die moralische Biografie seiner Figuren auch fort mit Kalkül, natürlich ist das auch ein amerikanisches Ende mit Pathos. Aber es ist schon faszinierend wie dieser Künstler seine Figuren, den Schauspieler und den Regisseur mit minimalen Mitteln zu einer wunderbaren Trinität fügt. Ja, das ist ein Meister.“ Oder vom österreichischen Journalisten Christian Krisch: „Gran Torino ist eine stille, wehmütige, aber auch komplexe Ballade, die Regisseur Clint Eastwood mit seiner archetypischen Figur adelt, indem er fast beiläufig-melancholisch Bezug auf seine erbarmungslosen Dirty-Harry-Filme nimmt. Um Rassismus geht es und um die verheerenden Auswirkungen blinder Gewalt, deren Saat bereits im Vorgarten aufgeht. Einmal mehr zeigt der große weise Mann, dass er bereit ist, mit jedem Film dazuzulernen. Eine wunderbar persönliche Arbeit von höchster Dringlichkeit.“

Ohne Hintergrundwissen und aufgrund der teilweise heftigen und unreflektierten Kritik, erscheinen seine Äußerungen, seine Filme jeweils ein falscher Schritt zu sein. Eastwood selbst hat sich offenbar schon sehr früh dazu entschieden, seinen eigenen Weg zu gehen. Unbeirrt der Tatsache, ob jeder seine Schritte nachvollziehen kann oder diese gar als falsch bezeichnet. Ein frühes Indiz ist der Name seiner 1967 gegründeten Produktionsfirma. Malpaso kommt aus dem Spanischen und heißt so viel wie Fehltritt. Um den gesamten Charakter Eastwoods mit all seinen Facetten zu erfassen und Verständnis für sein Handeln zu entwickeln, bedarf es in jedem Fall eines Schrittes zurück. Eastwood selbst hat es 2011 passend formuliert: „Es ist das Gesamtbild, das mich reizt. Warum macht ein Maler einen bestimmten Pinsel-Strich? Doch einfach nur deshalb, weil er zu dem Zeitpunkt der richtige zu sein schien.“

Seit mehr als 60 Jahren ist es der harte, raue, kantige Charakter, der die Person Clint Eastwood ausmacht und über Generationen hinweg fasziniert. Das Klischee des konservativen, republikanischen und  unbelehrbaren Vertreters Hollywoods, der auch im echten Leben ob der Wirren des Alters nicht mehr aus seiner Rolle des Westernhelden herausfindet, haftet nach wie vor an ihm. Diese Betrachtung greift allerdings nicht weit genug. Um das Gesamtbild Clint Eastwood annähernd zu erahnen, bedarf es viel Zeit und einer intensiven Recherche.

Es kristallisiert sich ein unabhängiger, komplexer Charakter heraus, der die Konfrontation nicht scheut, wenig auf die Befindlichkeiten anderer Rücksicht nimmt und dazu neigt, manchmal auch übers Ziel hinauszuschießen. Er ist unangepasst und angepasst, direkt und einfühlsam, differenziert und pointiert zugleich.
Eine Garantie, wie er sich politisch und filmisch ausdrücken wird, darf man sich auch weiter nicht erwarten. Rückblickend ist es genau diese Unberechenbarkeit, die Clint Eastwood ausmacht. „If you want a guarantee, buy a toaster.“


Titelfoto: ©Andreas Kirchner

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