NACHGEFRAGT

Erich von Däniken im Interview

18. Juli 2010
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Dieser Zeitgeist ist es etwas, was mich krank macht.

Andreas Kirchner: 1968 hat Ihr Erfolg mit dem „Erinnerungen an die Zukunft“ als Bestsellerautor begonnen. Bis jetzt haben Sie über 30 Bücher geschrieben. Seit über 50 Jahren müssen Sie heftige Kritik ertragen und trotzdem schreiben Sie emsig an neuen Büchern weiter. So bringen Sie fast jedes Jahr ein neues Buch auf den Markt. Woher kommt diese Energie?

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Erich von Däniken ©Kirchner

Erich von Däniken: Ich ärgere mich. Mich ärgert diese Welt, die nicht zur Kenntnis nehmen will, dass irgendetwas nicht stimmt in der Vergangenheit. Und was mich aufregt, das möchte ich hinaustragen in die Welt und sagen, „Passt doch mal auf! Schaut doch mal! Hier stimmt doch was nicht!“. Und mich ärgert dieser Zeitgeist. Der Zeitgeist ist die Gegenwartsvernunft, was gerade vernünftig ist. Und niemand kämpft gegen diese Vernunft, wenn sie unvernünftig ist. Alle sagen, das sei vernünftig. Dabei ist es grauenhaft, was angeblich vernünftig sein soll. In vielen Bereichen, speziell in dem Bereich. Dann kommt der innere Antrieb, der Ärger, der Kampf gegen den Zeitgeist und dann natürlich irgend so etwas wie – (Denkpause) – man will es einfach weitergeben. Ich bin wie ein Kind. Kinder machen Entdeckungen und rennen zu den Eltern und sagen „Mami, Papi guck doch mal, seht ihr das denn nicht?“. Mir geht es so ähnlich.

In all den Jahren haben Sie sich mit Indizien, Fakten, ja vielleicht sogar Beweisen beschäftigt. Sind dafür in viele Länder gereist um alles vor Ort zu erkunden und zu begutachten. Was ist für Sie am interessantesten bzw. welches Themengebiet ist es, von dem die Menschheit unbedingt wissen sollte?

Es gibt Dinge, die weiß ich und die darf man nicht einmal aussprechen, weil man versprochen hat, man sage es nicht. Hochinteressant von der Literatur her sind die altindischen Texte. Dann Henoch – Henoch ist super. Natürlich liegt Henoch in einer religiösen Fassung vor, und der Normalbürger wird nicht schlau. Henoch neu übersetzen, das ist das Sensationellste, was es gibt. Übrigens daran sind wir. Von den Fakten her, von dem, was man fotografieren kann: die Ebene von Nazca in Peru ist nach wie vor ein einziges ungelöstes Rätsel. Was ich von der zuständigen Wissenschaft, der Archäologie, jedes Jahr höre, da kann einer wie ich das Kotzen kriegen. Und es wird nicht die Wahrheit gesagt. Nicht indem man es verdreht, sondern man sagt die Wahrheit nicht, indem man nicht die richtigen Bilder zeigt über Nazca. Mich regt das auf. Ich habe etwa 5000 Bilder über Nazca. Bilder, die Sie nie am Fernsehen sehen. Und schließlich, unter der großen Pyramide gibt es definitiv Räume. Was da darin ist erfährt man nicht. Vor einigen Monaten war ich unten. Senkrecht unter der Pyramide in einem Schacht. Und der Schacht endet in einem See, und im See drin liegt ein Sarkophag. Du hörst in der Öffentlichkeit nichts darüber. So etwas ist unmöglich. Diese Gesellschaft ist unmöglich.

Sie haben schon zugegeben, dass in Ihren früheren Büchern manches einfach nicht stimmt bzw. Sie zu wenig recherchiert haben.

Das gibt es immer, das ist unvermeidlich. Nicht nur bei Erich von Däniken. Wenn ich ein wissenschaftliches Buch zur Hand nehme, das zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, dann kann ich einiges weg streichen und sagen, Freunde hier habt ihr euch geirrt oder das war das damalige Wissen. Wissenschaft ist lebendig. Neue Erkenntnisse lösen die alten ab. Natürlich habe ich Fehler gemacht in jungen Jahren. Man war zu wenig gründlich in der Recherche, man war zu leichtgläubig. Man hat jeden Mist geglaubt, wenn irgendwer etwas gesagt hat. Und als junger ist man auch nicht selbstkritisch. Wenn Sie heute ein Buch lesen, wie zum Beispiel Götterdämmerung oder Falsch informiert, da kann keiner mehr kommen von der wissenschaftlichen Seite und sagen, das Zitat stimmt nicht. Wir, die Archäologie, Theologie und ich, haben in vielen Bereichen dieselben Quellen, nur eine völlig andere Interpretation, eine völlig andere Sichtweise. Das ist, was Däniken ausmacht.

Was war von dem Ihr größter Irrtum bzw. Fehler?

(Überlegt) Ich habe zum Beispiel im ersten Buch, Erinnerungen an die Zukunft, über eine Medallsäule im Tempelhof in Delhi geschrieben. Die gibt es. Und damals habe ich gesagt, dass das Ding nicht rostet. Ich habe dann daraus den Schluss gezogen, wenn das Ding nicht rostet, ist es vielleicht eine außerirdische Legierung, und die hat jemand mit Absicht dahin gestellt, damit wir Jahrtausende später anfangen nachzudenken. „Wieso rostet das Ding nicht?“. Inzwischen rostet das Miststück. Was willst du machen? Als 19-jähriger war ich in Ägypten. Und in Assuan, da gibt es eine Insel, die heißt Elephantine. Der damalige Reiseleiter – das war nicht irgendein Touristenreiseleiter, das war einer von einer Familie, ein angesehener Mann – sagt mir, die Insel heißt Elephantine, weil sie aus der Luft die Form eines Elefanten hat. Später habe ich gelernt, dass das alles Blödsinn ist. Die sieht überhaupt nicht wie ein Elefant aus. Die Insel heißt Elephantine, weil früher Elefanten auf der kleinen Insel geweidet haben. Et cetera. Es sind immer Kleinigkeiten. Die Theorie selber habe ich nie angezweifelt. Im Gegenteil, da war ich immer auf der richtigen Linie. Und die bleibt auch so, bis ich in die Grube steige.

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„Grüße aus der Steinzeit“, Kopp Verlag

„Grüß aus der Steinzeit“, so soll Ihr neues Buch heißen. Erzählen Sie uns ein bisschen was davon.

Ich habe im Vorwort geschrieben: „Immer wieder höre ich Menschen, die mir sagen, Herr von Däniken, ich habe alle Ihre Bücher gelesen.“ Wenn ich dann sage, zählen sie mal auf, kommen im besten Fall drei oder vier oder fünf. Grüße aus der Steinzeit ist für den, der wirklich alle Bücher kennt, eigentlich kaum was Neues. Ich habe Bilder geordnet. Da gibt es Felszeichnungen. In den Felszeichnungen sieht man große oder auch kleinere Wesen mit Heiligenscheinen, Helmen, Strahlen um den Kopf etc. Hätte man solche Felszeichnungen in einem geographisch beschränkten Raum gefunden, dann könnte man das irgendwie noch erklären. Jetzt findest du diese Felszeichnungen aber Weltweit. Überall. Ob in der Sahara, in Australien oder in Kanada. Einfach überall findest du diese Felszeichnungen. Dann taucht die Frage auf, was die eigentlich gesehen haben, unsere steinzeitlichen Vorfahren. Im Buch Grüße aus der Steinzeit habe ich mir die Mühe gemacht und stelle die Felszeichnungen international nebeneinander. Oder ganz bestimmte Legenden aus der Südsee, die man mit Mythologien zusammenbringen kann. Meine Idee ist, jedes Jahr, solange ich noch lebe, ein Buch mit vielen Bildern herauszugeben. In Grüße aus der Steinzeit sind 200 Bilder. Die Bilder werden neu sortiert, in Zusammenhang gebracht und natürlich neu kommentiert. Das ist der Zweck von Grüße aus der Steinzeit.

Ihre Arbeit hat Sie oft nach Ägypten getrieben. Dort haben Sie sich unter anderem den See im Osiris-Schacht angesehen. Wie erklären Sie sich das Entstehen bzw. Bestehen dieses Sees?

Keine Ahnung. Schau mal, der griechisches Historiker Herodot, der vor rund zweieinhalbtausend Jahren in Ägypten war, sagt im zweiten Buch der Historien, ich glaube Kapitel 149, in Theben hätten die Priester ihm Statuen in einer Allee gezeigt. Novizen hätten Schlitten gezogen. Auf diesen Schlitten waren Pergamentrollen. Der Oberpriester hat immer einer Rolle weggenommen und zu jeder der 241 Statuen einen kurzen Kommentar abgegeben. Am Ende habe der Oberpriester gesagt, dass diese 241 Statuen 11340 Jahren entsprechen. Damals seien die Götter auf der Erde gewesen. Seither seien sie nicht mehr gekommen. Es gibt altägyptische Überlieferungen. Heute in einer kleinen Sammlung in Deutsch erhalten. Zum Beispiel im Hitat. Ich weiß nicht, ob Sie das kennen. Im Hitat hat einer vor vielen Jahrhunderten alle Überlieferungen zusammengetragen, die die große Pyramide betreffen. Und dann schreibt er, dass die alten Ägypter sagen, dass der Erbauer der großen Pyramide Saurit sei. Saurit sei derselbe, den die Hebräer Henoch nennen. Jetzt hast du schon wieder einen Link zu Henoch. Henoch ist wiederum von den sogenannten Außerirdischen unterwiesen worden. Er kennt ihre Sprache. Sie haben ihm Bücher diktiert. Im Buch Henoch kannst du wortwörtlich lesen: Bevor der Henoch in einem feurigen Wagen verschwindet, übergibt er die Bücher seinem Sohn Medusalem, der in der Bibel so alt geworden sein soll. Er sagt seinem Sohn Medusalem: Und nun mein Sohn Medusalem, übergebe ich Dir diese Bücher, geschrieben von deines Vaters Hand. Hebe sie sorgfältig auf für die Geschlechter dieser Erde nach der Flut. Bis heute kennen wir nur ein Henoch-Buch. Nach dieser Aussage hat er über 300 geschrieben. Wo sind die Henoch-Bücher? Jetzt kommen wir auf die große Pyramide. Sie fragen mich, wie der See entstanden ist. Ich weiß es nicht, aber ich war bei dem See unten. In dem See gibt es verschiedene Schächte in verschiedene Richtungen. Denen kannst du nicht folgen, weil sie unter Wasser gehen. Ein Teil der Schächte sind so klein, dass du sowieso nicht hineinkriechen könntest. Auch nicht mit Taucheranzügen und –flaschen. Da kommst du nie rein. Da geht es irgendwohin weiter. Da der Henoch nach der arabischen Überlieferung der Erbauer der Pyramiden gewesen sein soll, nehme ich an, dass wir da unten irgendwo die Bücher Henochs finden. Das wirft dann die Welt um, wenn man es übersetzen kann. Die werden schon dafür gesorgt haben, dass man es übersetzen kann. Wer den See gemacht hat, weiß ich nicht. Der See ist definitiv künstlich, also nicht natürlich entstanden. Der Schacht geht Senkrecht runter. Der zweite Teil des Schachtes ist so eng, dass nur noch eine Leiter Platz hat. Dann kommst du in einen Vorraum, dazwischen ist schon ein Zwischenraum mit sechs Sarkophagen. Dann kommst du runter und siehst, dass die Platten runtergesprengt worden sind. Alles mit Meisel und Hammer. Die müssen das ganze Material diesen engen Schacht hinauf getragen haben. Der ist so eng, dass du den Sarkophag nicht nach unten transportieren hättest können. Auch nicht durch irgendeinen der anderen Schächte. Da unten wimmelt es von Geheimnissen und die Ägyptologie sagt uns nichts, oder weiß selber nichts. Die Ägyptologen, die ich kenne – aus der Schweiz zwei, drei und auch ein Österreicher ist darunter – das sind alle integre, geistreichen und humorvollen Menschen. Tolle Leute. Die wissen nicht einmal was da unten passiert. Die kriegen selbst keine Bewilligung von der Altertumsverwaltung.

Wie sehen Sie die Bekanntgabe von Zahi Hawass, dem Generalsekretär der ägyptischen Altertumsverwaltung, dass in der Cheops-Pyramide eine Öffnung des weiteren Verschlusssteines in einem Seelenschacht vorgenommen wird?

Der hat das schon ein paar Mal bekanntgegeben. Er meint vermutlich den sogenannten Gantenbrink-Schacht. Das ist auch so eine Geschichte. Da hat Rudolf Gantenbrink diesen Roboter gebaut, den Upoaut. Der fährt rund 60 Meter in den Schacht hinein. Nach 60 Meter kam das kleine Türchen. Darauf zwei, man sagt Kupferbeschläge. Ob es Kupfer war, bleibt offen. Die Archäologen sagen automatisch Kupfer, zu Cheops Zeiten habe es nichts anderes gegeben. Das ist auch so ein Witz. Ein paar Jahre später hat ein anderer Roboter diese Klammer rausgebrochen. Heute sind unsere Analysen so präzise, wir könnten genau analysieren aus was das Stück besteht und wie alt es ist. Vor ein paar Jahren habe ich mich bei Zahi Hawass erkundigt, was eigentlich aus der Analyse geworden ist. Er sagt, dass sie es nicht wissen und es verloren gegangen sei. Da greifst du dir an den Schädel. Rudolf Gantenbrinks Roboter kam nach rund 60 Meter zum Stillstand vor dieser kleinen Tür. Dann kam National Geographic, eine amerikanische Firma. Steuerfrei und steinreich. Die mussten einen Vertrag mit Zahi Hawass machen, dass sie nur das heraus geben, was gestattet wird. National Geographic hat einen neuen Roboter gebaut. Dieser hatte einen Bohrer vorne dran. Mit diesem Bohrer ist ein Loch in die Gantenbrink-Türe gemacht worden. Alles gezeigt im ZDF, im deutschen Fernsehen. Immer mit oben „live“ eingeblendet. Es war nie live. Das war schon wieder nicht wahr. Da ärgerst du dich grün und blau. In jener Sendung sieht man Zahi Hawass, wie er an einem Sarkophag mit einem Meisel herum hantiert. Der Sarkophag war noch verschlossen. Er meißelt den Sarkophag vor laufender Kamera auf und trägt keinen Mundschutz. Was ist im Sarkophag drin? Ein Skelett. Da kriegst du ja Vögel! In einem Sarkophag liegt nie ein Skelett, immer eine Mumie. Dann sagt er, ich rieche es, es ist das Skelett eine Pharaos. Da kriegst du wirklich Zustände! Die Amerikaner haben in ihrem Magazin National Geographic Society über die Entdeckung des Roboters geschrieben. Dann wollten sie weiter veröffentlichen. Das ist von der Altertumsverwaltung nicht gestattet worden. Dann haben sich die Amerikaner zurückgezogen. Jetzt kam ein reicher Herr aus Singapur und hat wieder einen neuen Roboter gebaut. Der ist jetzt noch weiter gegangen. Wir hatten die erste Türe, die angebohrt worden ist und 23 Zentimeter dahinter kam die zweite Türe. Der Roboter von Singapur hat die zweite Türe angebohrt. Allerdings dünn. Fast so dünn, wie ein Endoskop. Und wenn jetzt Zahi Hawass verkündet, dass das bekannt gegeben wird, das glaube ich ihm dann schlicht und einfach nicht. Ich weiß aus sicheren Quellen, das man hinter der zweiten Türe zwei Schriftzeichen gefunden hat, die nicht hieroglyphisch, das heißt altägyptisch sind. Ich habe leider keine Bilder davon. Jetzt hast du ein Problem. Und Zahi Hawass hat ein Riesenproblem. Zahi Hawass ist ein absoluter Nationalist. Verständlich in Ägypten. Nichts Außergewöhnliches. Die Ägypter sind stolz auf ihre Vorfahren und das, was sie gemacht haben. Die haben Grund stolz zu sein. Und jetzt findest du plötzlich ein Schriftzeichen, das nicht altägyptisch ist. Das haut dem Nationalismus eines auf den Kopf. Sie werden das nie veröffentlichen oder sie zeigen uns wieder Bilder von einer anderen Wand, wo du das nicht siehst. Ich traue dieser Geschichte überhaupt nicht. Vor einigen Jahren kam in Kairo ein Schulbuch heraus. In diesem Schulbuch ist behauptet worden, dass jüdische Sklaven beim Bau der Pyramiden mitgeholfen hätten. Zahi Hawass, also die Altertumsverwaltung, lies das Buch sofort einsammeln. Juden, jüdische Hände, jüdischer Schweiß bei den Pyramiden? Nie und nimmer. Es wird in Ägypten zurzeit nicht mit ehrlichen Karten gespielt. Leider. Und auch wenn die nächste Veröffentlichung kommt, habe ich allen Grund zuerst einmal misstrauisch zu sein und dann zu hinterfragen, Freunde, was stimmt jetzt hier nicht?

Machen wir einen Sprung nach Südamerika. Können Sie uns etwas zu den Forschungsergebnissen sagen, die die Forscher im Auftrag er Erich-von-Däniken-Stiftung in Nazca erzielt haben?

Das läuft zurzeit weiter. In Nazca war ein ganzes Leben lang eine Dame namens Frau Maria Reiche tätig. Frau Reiche kam aus Dresden. Nachdem Frau Reiche gestorben war, fanden die Dresdner Professoren, weil Maria Reiche eine Dresdnerin war, dass sie das ganze Nazca-Gebiet kartographisch erfassen sollten. Und zwar millimetergenau. Denn, wenn sich das Wetter ändert und plötzlich Überschwemmungen über Nazca kommen, dass sie das alles rekonstruieren können. Davon hatte ich gelesen. Jetzt wusste ich, dass die Dresdner dabei sind. Ich habe dann alle Professoren und auch den Rektor aus der Dresdner Hochschule getroffen. Dann habe ich aus meinem Archiv 10 Nazca-Bilder genommen, habe an bestimmten Punkten einen Kreis gemacht und habe dann den Wissenschaftlern gesagt, dass ich ein paar Fragen habe, die nichts mit Archäologie zutun haben. Archäologen würden die Fragen nie stellen. Ich wollte zu Beispiel wissen, wie es sich mit dem elektrischen Widerstand bzw. der elektrischen Leitfähigkeit des elektrischen Stroms verhält. Wenn ich hier 220 Volt rein jage und da habe ich ein Messgerät, möchte ich wissen, ob der Strom geflossen ist. Ich habe gebeten, dass sie zwanzig Messungen in der Sand- bzw. Steinwüste machen. Sand und Stein leitet nicht. Das sind sogenannte Isolatoren. Und dann geht auf die sogenannten Pistas, das sind die breiten Linien, und macht dieselben Messungen wieder. Und siehe da, Leitwiderstand in der Wüste gleich null. Leitwiderstand auf bestimmten Pistas 8000 mal höher als nebendran. Das ist absolut bescheuert. In Nazca gibt es einen Berg. Ich sage immer der künstlich abgeschliffene Berg dazu. Geologen sagen, das könne auch auf natürliche Weise entstanden sein. Darüber kann man diskutieren. Ich sage künstlich abgeschliffen, weil es nebenan Berge gibt, die von zwei Seiten auf die Bergspitze zulaufen. Und mittendrin ist der total abgeflacht. Auf diesem Berg ist eine sogenannte Pista. Das Wort Pista stammt übrigens nicht von mir. Die Eingeborenen in Nazca machen diese Unterschiede. Es gibt die schmalen Linien. Die Eingeborenen sagen dazu las Lineas. Dann gibt es die breiten Linien, zu denen die Eingeborenen las Pistas sagen. Die sehen aus wie Flugpisten. Ich habe nie geschrieben, dass es Flugpisten sind. Dann gibt es noch die las Figuras, die Figuren. Unter diesen Las Pistas auf dem abgeflachten Berg läuft eine Zick-zack-Linien. Klar erkennbar. Die Wissenschaftler von Dresden haben unter diesen Zick-zack-Linien Magnetfelder entdeckt. Man braucht dazu ein modernes Cäsium Magnetometer. Es gibt ein natürliches Magnetfeld, das läuft vom Nordpol zum Südpol. Aber es gibt auch Ost-West-Linien und andere Geschichten. Das wissen die Fachleute. Bei dem Cäsium Magnetometer war der Zeiger am Ende der Skala. Das heißt, man konnte gar nicht mehr messen. Der Drucker hat nur mehr einen schwarzen Strich gemacht. Man konnte sogar feststellen, wie tief die Magnetveränderung ist. Sie sind zweieinhalb Meter tief im Boden. Als ich zum ersten Mal in Nazca war, habe ich weiße Adern gefunden im Gestein. Das sah wie Kreide oder Salz aus. Damals war ich noch so dumm, dass ich das Zeug mit den Fingernägeln oder mit dem Schweizer Taschenmesser rausgekratzt und in den Mund genommen habe. Es schmeckte nicht nach Salz. Es schmeckte nach überhaupt nichts. Im Hotel habe ich versucht das Zeug mit heißem und kaltem Wasser aufzulösen. Es ging nicht. Jetzt habe ich die Dresdener Professoren gebeten, dass sie ein paar Proben nehmen sollten. Was ist das? Heraus kam: kristallines Glas. Wie kommt kristallines Glas zwei, drei Meter unter die Oberfläche? Es gibt eine Spekulation. Wenn sehr, sehr große Hitze sehr schnell herunter gekühlt wird, verglast der Sand. Dann fand man extrem hohe Ansammlungen von Arsen. Das Zeug ist hochgiftig. Wie kommt Arsen dorthin? Das war der erste Teil des Nazca-Projekts. Wir nennen es Nazca 1. Jetzt wussten wir definitiv, in Nazca stimmt etwas nicht. Wir wussten aber nicht, warum. Wieso die Magnetfelder? Jetzt zurzeit hat Projekt Nazca 2 angefangen. Wieder finanziert von der Erich-von-Däniken-Stiftung. Was machen die Magnetfelder dort? etc. Übrigens solche Aufgaben erteilt die Erich-von-Däniken-Stiftung. Und die beteiligten Personen hatte ich alle mehrmals bei mir auf dem Beatenberg. Denen habe ich immer wieder gesagt, wenn nichts rauskommt, ist das nicht so schlimm, aber die Fragen sind einmal gestellt worden. Von archäologischer Seite stellt sie ja keiner. Wir stellen einmal die perversen Fragen und schauen, was herauskommt. Ich kann definitiv sagen, dass etwas nicht stimmt. Nur, warum?

Wenn man die Theorie der Prä-Astronautik vertritt und damit annimmt, dass Außerirdische uns Menschen vor langer Zeit besucht und in unsere Entwicklung eingegriffen haben, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass viele der über die letzten Jahrhunderte überlieferten und aktuell berichteten UFO-Sichtungen auf die sogenannten alten „Götter“ zurückzuführen sind, die ihr Schöpfungswerk begutachten?

Natürlich. Erstens werden die wieder kommen, und wir können nie sicher sein, ob wir nicht dauernd beobachtet werden. Mit irgendwelche Sonden, irgendwelcher Nano-Technologie. Das Gerede von UFO – ich habe nie ein UFO gesehen. Da gibt es die verschiedensten Formen. Dreiecks-UFO, Untertassen, etc. und die Kritiker sagen, dass das ein Widerspruch ist. Wieso denn? Wir haben auch die verschiedensten Satelliten, die wir als Observationssonden rausschicken. Die einen sind lang, die anderen Breit mit Antennen. Das stört doch überhaupt nicht. Je nachdem, auf was die Sonde programmiert ist bzw. was sie erforschen soll. Vielleicht werden wir seit längerer Zeit beobachtet und merken es nicht einmal. Die (Anm.: Außerirdischen) sind so freundlich und schockieren uns nicht. Außer einzelnen Menschen. Sogenannte Entführungen. Die Entführungsgeschichte habe ich nie für ernst genommen. Ich dachte, was spinnen die Menschen da zusammen? Die Frauen sagen, man habe sie künstlich befruchtet. Und Männer sagen auch, man habe sie stimuliert, Spermaproben genommen und was weiß ich was. Ich habe mir immer gedacht, dass die einen Knall haben. Wir Menschen sind nun einmal so. Bei Frauen gibt es Scheinschwangerschaften und von uns Männern will ich gar nicht mehr reden. Bis ich eines Tages Professor Doktor John Mack, Harvard University, kennengelernt habe. Dieser hat ein Buch über Entführungen herausgegeben. Im Vorwort war der erste Satz „Ich habe dieses Buch mit größtem Widerwillen geschrieben.“ Er sagt mir, dass er von dem ganzen Zeug nichts gehalten hat. Sie hätten an der Harvard University einen Anschlag gemacht, wenn es unter den Studenten jemanden gäbe, der glaube, er sei entführt worden, dann soll er sich melden. Dann haben sich über hundert Leute gemeldet. Was soll er mit denen anfangen? Nach der Beantwortung von Fragenbogen sind viele rausgeflogen. Zum Schluss blieben noch acht übrig. Die waren wirklich vernünftig. D.h. mit beiden Beinen am Boden. Mit denen hat man dann gründliche Untersuchungen gemacht. John Mack sagt mir dann, dass er seine Meinung total ändern hat müssen. Der hat übrigens auch noch nie ein UFO gesehen. Er sagt mir, dass die acht Personen alle irgendwo im Körper Implantate trugen. Er hat mir die Adresse eines Chirurgen in Santa Barbara gegeben. Ich war dort und habe die Filme gesehen, die mit zwei Kameras gemacht worden sind. Du siehst keine Narbe an der Haut, aber es war irgendetwas darin. Ich fragte John Mack, was das für Zeug sei. Er sagt, dass es nichts ist, was es auf der Erde nicht auch geben würde. Von den Mineralien, von den Elementen her. Aber nicht in dieser Zusammensetzung. Wir wissen nicht, was man damit machen kann. Er würde heute sagen, dass wir von Zeit zu Zeit von irgendwem beobachtet werden. Er liebe das überhaupt nicht. Ihm komme das vor, wie wenn wir Menschen Vögel mit einem Ring markieren würden und beobachten, was die tun. Das ist mir geblieben, denn John Mack ist ein sehr, sehr ernster Herr.
Dann bin ich eines Sonntags bei mir in Beatenberg spazieren gegangen und komme an einem riesigen Ameisenhaufen vorbei. Die großen, schwarzen Waldameisen. Dann habe ich mir gesagt, Erich, wenn du sehr zärtlich eine Ameise heraus nimmst, in ein Glas tust und zu Hause auf dem Tisch auskippst und von allen Seiten fotografierst. Dann bin ich so lieb, gib das Tier wieder ins Glas, laufe zum selben Ameisenhaufen zurück und gebe das Tier wieder hinein. Die betreffende Ameise wird jetzt aufgeregt herumlaufen und sagen, dass sie von einer außerameisischen Intelligenz entführt worden ist. Und alle anderen Ameisen wissen natürlich, dass es keine außerameisische Intelligenz geben kann. Das arme Tierchen landet im Irrenhaus. Vielleicht hat das arme Tierchen ein paar Freunde die dann Fragen, „Wieso ausgerechnet du? Kommst du dir so wichtig vor?“ Die Frage ist falsch. In dem Fall hätte ich einfach eine genommen von den tausenden. Ich habe keine ausgesucht. Die Außerirdischen machen das Spiel auch so mit uns. Niemand auserwählt. Hier, wie mit der Pinzette. Um zum Anfang Ihrer Frage zurückzukommen. Ich gehe davon aus, dass wir von Zeit zu Zeit beobachtet werden. Vor sechs Wochen hatte ich ein Nachtessen in Beatenberg im Hotel Dorint mit dem amerikanischen Astronauten Ed Mitchell. Der ist auf dem Mond mit einem Auto herumgefahren. Und Ed Mitchell ist im berühmten Roswell aufgewachsen. So kamen wir auf Roswell zu reden. Ed hat als Astronaut nie ein UFO gesehen. Er sagte, Erich, der Roswell-Fall hat sich zugetragen. Das war ein Geheim-Ding von unserer Seite. Dann habe ich ihn gefragt, woher er das weiß. Er sei in zwei Sitzungen mit CIA-Leuten und Carl Sagan, dem damaligen Chefastronom, dabei gewesen. Von ihm (Anm.: Mitchell) hatte man automatisch angenommen, dass sie Geheimnisträger sind. Er sagte, dass er dabei war, wie der Roswell-Fall behandelt wurde. Bestimmte Legierungen, die sie brauchen und analysieren konnten. Da komme ich mir vor, wie ein Idiot. Wir haben zehntausende von grundehrlichen Astronomen und Astrophysikern auf diesem Globus. Diese Wissenschaftler schauen mit Antennen hinaus und fragen sich, ob wir alleine sind oder gibt es da irgendetwas. Wir haben ein SETI-Projekt, das so viel Millionen kostet. Und ein paar Idioten auf diesem Globus, ein paar Geheimnisträger wüssten das alles und lassen die Öffentlichkeit einfach das Geld ausgeben. Das ist so eine verdammte Sauerei! Da muss man sich doch aufregen!

Am 2. April 2010 hat der Jungfrau Park, der ehemalige Mystery Park, wieder seine Tore geöffnet. Was gibt es Neues zu bestaunen bzw. wie lautet die Formel um den Jungfrau Park länger als den Mystery Park zu erhalten?

Der Jungfrau Park wird den Namen wieder ändern müssen. Die werden irgendwas von Mystery hinein tun und immer wieder neue Shows bringen müssen. Das kann noch ein Jahr so gehen. Der allergrößte Teil Europas hat den Park nicht gesehen. Auch von der Schweiz nicht. Es kommen auch immer wieder neue Gäste, die die Shows noch nicht kennen. Was gibt es Neues? Ich habe zwei neue Sachen eingefügt. Ich habe den unterirdischen See und den Maya-Kalender behandelt. Man hat von der Direktion oder vom Management her viel für die Kinder getan. Viel interaktives Zeug. Kinder könne herumsegeln, spielen und lauter so Sachen. Ich bin dagegen. Ich habe nichts gegen den Gaudipark, nur wegen einem Gaudipark für Kinder kommt keiner 300 Kilometer angereist. Jede Stadt hat ihren Gaudipark. Und da gibt es geniale Gaudiparks. Hier in der Nähe ist Rust. Rust ist fast wie Disney World. Hier kommt man wegen den Mysteries und wegen den Rätseln. Das muss einzigartig sein, das muss ausgebaut werden. Daran arbeite ich selbstverständlich. Ob ich durchkomme? Die Götter wissen es. Interlaken sollte zum Zentrum dieses Rätseltourismus werden. Hier gibt es immer wieder neue Rätsel. Hier wird gegen den Zeitgeist gekämpft. Dieser Zeitgeist ist es etwas, was mich krank macht. Es heißt immer, wir müssen vernünftig sein, und niemand hat die Courage gegen diese Vernunft aufzustehen, wenn sie unvernünftig ist. Die Vernunft ist in vielen Bereichen richtig. Aber im Bereich der Prä-Astronautik ist die Vernunft schlicht und einfach falsch. Wir haben die Indizien, wir haben Henoch, wir haben die altindischen Texte. Und da muss man dagegen aufstehen und sagen, sorry, ihr schläft. Ihr seid auf dem falschen Schiff hier. Und niemand tut es. Ich rege mich immer wieder auf, wenn ich Vorträge halte. Vor zehn Tage hatte ich in irgendeinem Kloster einen Vortrag in der Schweiz. Und ich hatte den Eindruck, die Leute wissen überhaupt nichts. Die wissen gar nichts. Sie haben alle gestaunt und waren begeistert und haben danach alle wie verrückt geklatscht. Es tat sich eine neue Welt auf. Was arbeite ich eigentlich seit 42 Jahren? Es geht zu wenig in die Öffentlichkeit, weil die sogenannte Vernunft das nicht zulässt. Ich hoffe, dass die Jugend langsam merkt, dass wir etwas brauchen, dass uns von der Vernunft schützt. Anyhow.

Gibt es noch ähnliche Projekt wie den Jungfrau Park in anderen Ländern?

Nein, im Moment nicht. Da war früher schon die Rede über Lizenzen in Saudi Arabien oder China. China, ich meine das Rot-China, hat vor einigen Monaten die Rechte an sämtlichen Däniken-Büchern gekauft. Einfach alle auf einen Schlag. Dann habe ich denen gesagt, dass ich auch Romane und Kurzgeschichten geschrieben habe. Die wollten sie auch alle haben. Ich verstehe nicht, warum. In Rot-China gibt es so eine Literatur à la Däniken nicht. Jetzt plötzlich tut sich da was. Die wollen jedes Jahr ein paar Bücher raus bringen. Was haben die vor? Wollen die auf den Mond? Die Chinesen haben sowieso Weltraumplanungen. Oder rechnen die, dass wir irgendwann Kontakt mit Außerirdischen kriegen und sagen, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, wenn unsere chinesische Bevölkerung auch darauf vorbereitet ist und da kann man einen Däniken als Zugpferd brauchen. Jedenfalls hat Rot-China alle Däniken-Bücher gekauft. Übrigens Nordkorea auch, was ich auch nicht begreife. Es tut sich einiges und wir hören nicht auf.

Vorher habe ich mich im Jungfrau Park umgeschaut, und es ist alles in Blau gehalten. So, wie ihr Sakko auch, das sie heute nicht anhaben. Das Sakko ist zu Ihrem Markenzeichen geworden. Gibt es zu dem eine Geschichte?

(lacht) Eigentlich nicht. Blau ist einfach meine Farbe. Mein ganzes Schlafzimmer ist blau. Decken, Wände, alles ist blau. Eines der letzten blauen Sakkos habe ich von Ed Mitchell, dem Astronauten als Geschenk gekriegt. Ich habe 14 davon im Schrank hängen. Jetzt ist Sommer, jetzt ist es einfach zu heiß. Aber das Hemd hat noch blaue Streifen. (lacht)

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Erich von Däniken mit Zigarette und Rotwein ©Kirchner

Im Internet habe ich ein Foto gefunden, wo Sie ziemlich provokant vor einem „Rauchen verboten“-Schild stehen und genüsslich Ihre Tschick, wie man in Österreich sagen würde, rauchen. Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Rolle als Provokateur?

Ich finde das generelle Rauchverbot absolut falsch. Es ist eine Sauerei. Alle großen internationalen Verträge in den letzten 200 Jahren sind von Rauchern beschlossen worden. Albert Einstein hat geraucht bis zum Tode. Der Philosoph Ernst Bloch hat geraucht. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt ist heute 93, hat zwei Bypässe und raucht wie ein Schlot. Seine Frau Loki genauso. Selbstverständlich habe ich volles Verständnis für die Nichtraucher. Die Raucher sollen Rücksicht nehmen auf die Nichtraucher. Kein anständiger Raucher raucht in einem Speiselokal. Das tut man einfach nicht. Aber die Nichtraucher sollen gefälligst auch auf die Raucher Rücksicht nehmen. Ein Nichtraucher muss ja nicht in eine Raucherbar. Was reden die dauernd und sagen, ja, da stinkt es. In den Nichtraucherlokalen stinkt es auch nach Sauerkraut, nach Knoblauch, nach verschiedenen Parfums, was weiß der Teufel nicht was. Die Nichtraucher sollen die Raucher in Ruhe lassen und tolerant sein. Ich finde diese dauernde Bevormundung total falsch. Ich kämpfe dagegen. Ich habe hier in der Schweiz mehrere Artikel und auch Leserbriefe geschrieben. Sie wissen, dass ich dagegen öffentlich kämpfe. Ich selber bin inzwischen 75 Jahre alt. Ich rauche seit ich 18 bin. Meine Lunge ist vor etwa acht Monaten in einer Tomographie untersucht worden. Der sagte, Herr von Däniken, Sie haben nichts. Ich finde solche Aufschriften auf den Paketen, wie „Rauchen ist tödlich“ oder „Rauchen macht lungenkrank“, ein Verbrechen. Die meisten Menschen sind labil. Und erst dadurch kriegen sie den Krebs. Sie würden ihn gar nicht kriegen. Das ist alles, weil man sich das einredet. Das ist zum Kotzen. Diese blöde Bevormundung von diesen Spinnern, von denen es wimmelt. Von diesen Gesundbetern. Die wollen, dass die ganze Welt so lebt, wie sie leben. Rücksicht für die Nichtraucher, ja. Aber bitte lasst den Rauchern ihre Bereiche. Um das geht es mir.

Auf der Webseite von Tatjana Ingold, die ein umfangreiches Erich-von-Däniken-Archiv erstellt hat, habe ich etwas Interessantes gefunden. Ich zitiere: „2008 Dänikens Quest – Ein biographischer Spielfilm über das Leben des Erich von Däniken wird in den USA produziert.“ Jetzt kommen Sie.

Schon seit mindestens zwölf Jahren habe ich mit einer amerikanischen Filmgesellschaft einen Vertrag unterschrieben. Zwei verschiedene Sachen muss ich auseinander halten. Da geht es um das Lebenswerk Erich von Dänikens. Die wollen aus Henoch zitieren, Astronomen und weiß nicht was. Immer wieder ist der Vertrag verlängert worden und die betreffende Filmgesellschaft hat wieder neue Rechte abgeschlossen mit einer anderen Filmgesellschaft. Das geht eine Ewigkeit in diesem Hollywood. Jetzt endlich, behauptet der gegenwärtige Rechteinhaber, sei es soweit. Alles sei nun beisammen. Das teure ist immer die Finanzierung. Und so eine 150 Millionen Projekt, wer zahlt das? Die wollen alle ihr Geld zurück. Jetzt sollte nach der Aussage von Norbert Reichart – das ist übrigens ein Österreicher, der Chef dieser Firma – wird dieser Film bis Oktober 2012 fertig sein. Ich sag es mal so, wie ich es gehört habe. Ob es dann fertig ist? Die Sterne wissen es. Das andere ist tatsächlich ein Projekt, das hat ein Herr Jochen Breitenstein – das ist ein deutsch-amerikanischer Filmregisseur – auch schon seit rund zweieinhalb Jahren in der Pipeline. Und von Zeit zu Zeit höre ich etwas von dem Jochen. Ursprünglich wollte er einen IMAX-Film machen. Und dann sagt er, IMAX ist nicht mehr in. Es gibt zu wenige IMAX-Kinos weltweit. Dann hat er wieder ein neues Projekt gemacht. Ich habe vom Jochen Breitenstein vor etwa sechs Wochen gehört. Wo er schrieb, es gibt ein bestimmtes Interesse von der deutschen Filmförderung dieses Projekt zu finanzieren. Das wäre dann eine Lifestory über mich. Nicht in denselben Topf zu schmeißen mit dem anderen Film.

Noch blicken viele Wissenschaftler mit einem skeptischen Auge auf Ihre Theorie. Sollte man die Prä-Astronautik Ihrer Meinung nach als Wissenschaft einstufen?

Noch nicht. In der Wissenschaft gibt es viele Dinge, die nennt man zuerst mal Grundlagenforschung. Man fängt mit irgendetwas an. Hat angefangen mit Genetik oder mit Metallurgie und weiß gar nicht in welche Richtung sich das entwickelt. In der Wissenschaft ist es dann so, dass man alles prüft, pro und contra. Das sollte eigentlich das normale wissenschaftliche Vorgehen sein. Aber heute ist das schon lange nicht mehr so. Wenn ich heute eine Dissertation lese, dann hast du in der Dissertation immer noch das Pro und Contra. Studenten sind sauber mit ihren Quellen. Lese ich ein wissenschaftliche Buch oder ein Sachbuch, ist es meisten die betreffende Meinung des Wissenschaftlers, die durchgepaukt wird. Auch wenn er hi und da etwas contra bringt, man kann es auch so oder so sehen. Ich glaube die ganze Geschichte, Prä-Astronautik, wird an die Uni kommen. Das Problem ist, niemand ist zuständig. Die sogenannte Prä-Astronautik berührt so viele Wissenschaften. Du hast zutun mit der Theologie, mit der Archäologie. Mit welcher Archäologie? Es gibt die Maya-Archäologie, es gibt die Inka-Archäologie etc. Du hast selbstverständlich zu tun mit der Sprachwissenschaft, mit der Philologie, mit der Theologie, mit der Genetik etc. Keine Wissenschaft ist zuständig. Hätten wir nur eine Wissenschaft, hätten die längst gesagt, hey, das gehört zu unserem Fachbereich, das sollten wir machen, als Nebenabteilung von einer Hauptwissenschaft. In der Wissenschaft gibt es ein paar brillante Herren, die selbst Querulanten sind. Weil niemand zuständig ist, passiert noch nichts. Irgendwann kriegen wir Kontakt mit Außerirdischen. Wenn auch nur über Radio, SETI-Projekt oder so etwas. Oder wir finden tatsächlich einen handfesten Beweis. Und dann kommt das plötzlich. Dann kommen sie alle und sagen, das brauchen wir an unserer Hochschule. Wir sind die ersten, die damit anfangen. Irgendwann kommt es. Ich schätze, die Prä-Astronautik wird wissenschaftlich werden, in den nächsten sieben, acht Jahren. Da fängt irgendeine Hochschule an und sagt, wir bieten das mal an. Übrigens in den USA ist man nicht so stur wie bei uns. Das gibt es so viele Unterbereiche. Da sind sich auch die Wissenschaftler gegenseitig nicht neidig. Hier ist das ein Affentheater. Du hast einen Archäologen, und jetzt kriegt die betreffende Hochschule von irgendeiner Firma Geld gesponsert. Jetzt hat der Archäologe ein bestimmtes Projekt in Ägypten. Dann kommt ein anderer Archäologe in Ägypten und sagt, du, aber mein Projekt ist eigentlich wichtiger als deines. Jetzt fängt es schon an, innerhalb der eigenen Fachgemeinschaft. Es kommt oft vor, dass Archäologen andere Archäologen nieder machen. Das passiert im Fall von Troja, in Griechenland, wo der Forschungsleiter, der viele Jahre geforscht hat von anderen Kollegen herunter gemacht wird. Was redet der für einen Stuss? Dass ist doch nicht das Troja. Die Geschichte ist nicht einfach, sich durchzusetzen. Weil der Konkurrenzdruck, der Gelddruck und die sogenannte Vernunft immer kommandieren, was man machen dürfe. Hätte ich ein paar hundert Millionen, ich hätte das Zeugs längstens durchgezogen.


 

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